Unser dümmstes Rennen In den Sommerferien kamen ein paar Freunde von mir auf die Idee, nach Gelsenkirchen zu fahren, um bei einem Training von Schalke zuzuschauen, und um nach dem Training vielleicht noch ein paar Autogramme zu ergattern. Wie trafen uns dann alle am Bahnhof in Kleve und waren irgendwann in Krefeld angekommen. Auf der Anzeigetafel wurden zwei Züge angezeigt, die nach Gelsenkirchen fahren würden. Eine S-Bahn, und eine Regionalbahn, die aber erst 10 Minuten später als die S-Bahn losfahren würde. In unserer guten Ferienstimmung kamen wir also auf die grandiose Idee, ein Rennen zu veranstalten. Jan-Philipp und ich würden die S-Bahn nehmen, der schalke-verrückte Markus würde zusammen mit Michael und Nick mit der Regionalbahn fahren. Es hätte eigentlich alles lustig und spannend werden können, denn wir hatten ja alle Handys dabei, mit denen wir uns immer mitteilen konnten, wo wir uns grade befanden, wären die Züge pünktlich gewesen. So saßen Jan-Philipp und ich 20 Minuten lang im Bahnhof Krefeld und warteten vergeblich darauf, dass unsere Bahn endlich losfuhr. Immerhin saß in unserem Abteil noch ein nettes, aber geschwätziges Ehepaar, dass uns fröhlich erzählte, was sie schon alles in den Ferien zusammen unternommen hatten, und manchmal fingen sie auch an zu diskutieren, in welche Richtung der Zug denn nun abfahren würde. Heute gar nicht mehr, schien es uns. Irgendwann ging es dann doch los, und wir fuhren mit atemberaubend langsamem Tempo durch das Ruhrgebiet. Was wir nicht bedacht hatten, war, dass die S-Bahn alle 5 Minuten irgendwo anhält, deshalb waren wir immer noch in derselben S-Bahn, als uns die anderen anriefen, um uns lachend mitzuteilen, dass sie grade nicht nur in Gelsenkirchen sind, sondern bereits auf Schalke!!! Nach den letzten gefühlten 20 Essen-DorfXY-Haltestellen, von denen es wie ich finde ziemlich viele gibt, waren wir auch in Gelsenkirchen angekommen und hetzten nun von Straßenbahn zu Straßenbahn. Beim Schalke Trainingsplatz, der besser gepflegt war als der Hauptplatz des 1.Fc Kleve, trafen wir endlich die anderen mit einer Verspätung von einer Dreiviertelstunde und wurden dann mit Würstchen und Cola gefeiert, so wie man gute Verlierer eben feiert. Später kamen dann auch die Spieler von Schalke, trainierten, und gingen. Unsere Autogramme haben wir auch bekommen. Mein Hausaufgabenheft, dass ich im Schalkeshop gekauft hatte, um Markus eine Freude zu machen, wurde mit ganz vielen Autogrammen von Spielern gefüllt, deren Namen ich, bis auf zwei, noch nie in meinem ganzen Leben gehört hatte. Alles in allem war es aber doch ein schöner Tag und wir hatten alle viel Spaß zusammen.